Klang und Poesie im Raum der Stille - Kikakokú Ekoraláps
26.08.2016
39 Jahre Bielefelder Colloquium Neue Poesie - in memoriam Jörg Drews
Was die Dada-Bewegung vor hundert Jahren in Angriff nahm, hat das Bielefelder Colloquium Neue Poesie zwischen 1978 und 2002 mit dem ihm eigenen Elan weiter betrieben: die Befreiung der Sprache aus dem Prokrustesbett der normativen Kraft des Faktischen durch Dekonstruktion hin zu einem Kosmos völlig neuer Wortschöpfungen und Sprachen.
Deswegen soll am 26. August in Bielefeld Dada gewürdigt werden, allerdings mit seinen Nachfahren. Der 26. August ist mit Bedacht gewählt, denn er ist der Geburtstag des viel zu früh verstorbenen Jörg Drews, der sich im Wechsel mit Klaus Ramm, beide ehedem Professoren der Bielefelder Universität, die Organisation der alljährlich Ende April/Anfang Mai stattfindenden Tagung samt öffentlicher Lesung im Großen Ratssaal teilten.
Der Bielefelder Kulturjournalist Ulrich Schmidt hat das Colloquium oft medial gewürdigt und zusammen mit Michael Vogt im Aisthesis Verlag eine CD herausgegeben, auf der ein Querschnitt aus 25 Jahren öffentlicher Lesung zusammengefasst ist. Er führt Ausschnitte daraus vor. Angereichert wird der Abend mit Zitaten aus Interviews von Teilnehmern. Und ein kleiner Beitrag aus dem bildkünstlerischen Schaffen der Neuen Poeten, das unbedingt dazugehört, wird auch gezeigt.
Gerd Lisken kommentiert die Veranstaltung in der capella hospitalis musikalisch am Flügel