Der Verein

und seine Mitglieder

Am 30.09.1999 wurde der Verein „capella hospitalis e.V.“ gegründet. Frau Gesine Schlüter (†), Tochter des ersten Pathologen, schloss sich mit 7 Gleichgesinnten zusammen. Die gemeinsame Vision war, die Kapelle als ideale Ergänzung zur hochtechnisierten Medizin der Städtischen Kliniken in einen Ort der Ruhe und Besinnung aber auch in einen Ort der Begegnung, der Fortbildung und Freude umzuwandeln.

Dr. jur. Harald Schlüter

Rechtsanwalt und Notar, 1. Vorsitzender

Nach dem Tod von Frau Gesine Schlüter übernahm Dr. jur. Harald Schlüter den 1. Vorsitz des Vereins.

Gesine Schlüter (†)

(†) Ehem. Erste Vorsitzende

Nach kurzer, schwerer Krankheit, ist die Initiatorin der "capella hospitalis", Gesine Schlüter, am 2. Januar gestorben.

Gesine Schlüter war die Tochter des ehemaligen Leiters der Pathologie des Städtischen Klinikums Mitte, Professor August Terbrüggen und gründete gemeinsam mit sieben Bielefelder Bürgern im September 1999 den Verein "capella hospitalis".

Am 10. Mai 2003 wurde die kleine Kapelle der städtischen Krankenanstalten Mitte an der Teutoburger Straße der Öffentlichkeit übergeben. Dabei gelang es dem Verein, die Riesensumme von 660.000 Euro durch Groß- und Kleinspenden aufzubringen.

Das kleine denkmalgeschützte Gotteshaus aus dem Jahr 1899 war erst Aussegnungs- und Taufkapelle und wurde dann von der Pathologie genutzt. Der helle in warmen Gelbtönen gestaltete Raum sollte als Ort der Einkehr und des Trostes dienen. Außerdem als Platz für Seminare, Gesprächskreise, Lesungen und Konzerte.

Die "capella hospitalis" ist seitdem ein Ort der Begegnung für Patienten und Ruhesuchende und beheimatet einen Raum der Stille.

 

Prof. Dr. med. Ute Raute-Kreinsen

Ehemalige Chefärztin des Institutes für Pathologie u. Ärzliche Direktorin im Klinikum Bielefeld

Die Kapelle war für mich 3 Jahre Teil des Instituts für Pathologie, das ich im Februar 1987 übernommen habe. Meine Bindung an dieses Gebäude ist nicht wegzudenken. Die Vorstellung von Gesine Schlüter (†), der Tochter des ersten Pathologen an der Klinik, dieses Bauwerk mit Leben zu erfüllen und zu retten, hat mich fasziniert. So habe ich tatkräftig mitgeträumt, obwohl mir die finanzielle Dimension und die Größe der Aufgabe gelegentlich das Herz stocken ließen.

Prof. Dr. Dr. med. Peter M. Lauven

Ehemaliger Chefarzt der Anästhesie im Klinikum Bielefeld.

Bielefeld hat nicht viele Baudenkmäler über die Zeit erhalten können, so daß die Rettung dieser Kapelle für sich allein schon wichtig ist. Darüber hinaus ist dieses Gebäude ein Zeuge für den in diesem Stil errichteten ersten Krankenhauskomplex und gewinnt damit zusätzlich an diesem Ort an Bedeutung.
In der Initiative von Frau Gesine Schlüter (†) sah ich - nach vielen gescheiterten Versuchen - die einzige verbliebene Möglichkeit zur Restaurierung und sinnvollen Nutzung.

Dr. Johannes Kramer

Ehemaliger Geschäftsführer des Klinikums Bielefeld

Das hochtechnisierte spezialisierte Krankenhaus und die neugotische unter Denkmalschutz stehende Kapelle, die verfiel. Einen größeren Kontrast gab es nicht. Alle meine Versuche, die Kapelle durch Vermietung zu retten, scheiterten. Der unglaubliche Mut und das Engagement von Gesine Schlüter (†), zusammen mit der Idee einen Ort der Ruhe für Patienten und Mitarbeiter zu schaffen und gleichzeitig ein Gesundheitsforum für die Bielefelder Bürger zu etablieren, waren mitreißend. Dem konnte und wollte ich mich nicht entziehen.

Prof. Dr. med. V. Jagdschian (†)

(†) Ehem. Chefarzt der Chirurgie

Schon bei der Planung des Krankenhaus-Neubaus war ich als Chirurg in verschiedenster Weise involviert. Die Frage des Erhalts der Krankenhauskapelle wurde während der Bauplanung schon früh diskutiert und zu Gunsten derselben entschieden.

Anlässlich des 100 jährigen Bestehens der Krankenanstalten Bielefeld wurde wegen der inzwischen recht baufällig gewordenen Kapelle der Verein capella hospitalis auf Initiative von Frau Schlüter (†) gegründet.

Von 1965 bis 1985 habe ich die vorgeschalteten Räume des Pathologischen Instituts von Herrn Professor Terbrüggen immer wieder mal nutzen dürfen, so dass mir die Räume der Kapelle vertraut waren.

Die zierliche alte Krankenhauskapelle vor dem Koloss des Krankenhaus-Neubaus vermittelt nicht nur optisch, sondern auch räumlich und baulich einen besonderen Ort, der Stille darstellt und der das Gefühl eines geschichtlichen Zusammenhanges unterstreicht. Auch wenn die Gründung des Krankenhauses Bielefeld mit der Kapelle nur etwas über 100 Jahre zurückliegt, könnte man von historischer Kontinuität sprechen, die hier mit dem Erhalt der Kapelle beabsichtigt wurde und Ziel und Absicht der Gründung des Vereins Capella hospitalis war.

Elke Möllmann

Die kleine Kapelle vor den Städtischen Kliniken repräsentiert für mich ein Stück Bielefelder Stadtgeschichte, das ich für erhaltenswert erachte.

Ich setze mich dafür ein, weil ein solches Projekt auf die Unterstützung von Bielefelder Bürgern angewiesen ist. An einem solchen Ort kann die Seele ein Zuhause finden.

Brigitte Schindler

Schatzmeisterin Die 100 Jahre alte, unter Denkmalschutz stehende, Kapelle vor den Städtischen Kliniken drohte zu verfallen.

Als sich 1999 ein Verein gründete, um diesen Zeitzeugen zu retten, beschloß ich mit zu machen.
Durch viele große und kleine Spenden der Bielefelder Bevölkerung war es bereits möglich, einen Großteil der erforderlichen Renovierung durchzuführen.
Jetzt geht es um die restlichen Kosten. Lassen auch Sie sich von unserer Begeisterung anstecken. Mit Ihrer Hilfe wird das Kleinod bald fertig sein.

Prof. Dr. jur. Wolfgang Schlüter

Rechtsanwalt

Ich mache bei diesem Projekt mit, um meiner Frau (†) zu helfen und dem Verein in allen rechtlichen Fragen zur Seite zu stehen.

Michael Ackermann

Geschäftsführer des Klinikums Bielefeld

Priv. Doz. Dr. med. Frank Brasch

Chefarzt des Instituts für Pathologie im Klinikum Bielefeld

Dipl.-Ing. Kai Brüchner-Hüttemann

Architekt AKG/BDA